Das neue Planning Exhibition Center von Tanghua Architect & Associates wurde auf einem Hügel in einem malerischen Teil von Chongqing in Zentralchina errichtet. Der hellgraue Betonbau ist imposant und bezaubernd zugleich. Seine runde Form ist ein Leuchtfeuer architektonischer Innovation und Wohlstand.
Die Liangjiang Collaborative Innovation Zone erstreckt sich über ein 6,8 Quadratkilometer großes Gebiet in Chongqing. Es wurde von der chinesischen Regierung speziell ausgewählt, trägt offiziell den Namen "Liangjiang New Area" und wird eine Reihe von Entwicklungen umfassen. Das im Süden der Innovationszone gelegene Planning Exhibition Center befindet sich auf einer Anhöhe in einer natürlichen Umgebung und bietet einen verblassten Blick auf die volkstümliche Longxing Ancient Town.
Der Zusammenfluss von Jialing und dem mächtigen Jangtse ist ein blühender Teil der Kultur und des Erbes von Chongqing (einer Stadt mit über 30 Millionen Einwohnern). Beim Entwurf des Planning Exhibition Center haben Tanghua Architect & Associates die Form des Zusammenflusses von Jialing und Jangtse in das Design des Gebäudes aufgenommen - das Motiv kommt aus der Luft betrachtet deutlich zum Ausdruck. Der Architekt erklärt, dass die Form als Leitstruktur fungiert: "Diese Form überschneidet sich mit dem kreisförmigen Grundriss der Haupthalle, wobei die unterschiedlichen Dachhöhen drei verschiedene Innenbereiche kennzeichnen: einen Ausstellungsbereich mit hoher Decke, eine bergförmige Ausstellungsplattform und einen Ausstellungswandbereich." Auf der 17 Meter hohen Ausstellungswand wird der umfassende Masterplan der Liangjiang New Area gezeigt.
Das Planning Exhibition Center wird als "Wohnzimmer" der Innovationszone bezeichnet. Das runde Gebäude mit einer Fläche von 5 190 Quadratmetern beherbergt eine Reihe von Einrichtungen, darunter Büros, Konferenzräume und ein Café, die sich unterhalb der Hauptausstellungshalle befinden. Das Architekturbüro Tanghua Architect & Associates hat ein Gebäude in der Form eines vertikalen Gartens entworfen. Der Architekt erklärt: "Durch die Verfeinerung der Funktionen des Gebäudes hat das Team nicht nur das Gebäude vollständig in die umgebende Landschaft integriert, sondern auch eine tiefere Beziehung zwischen der Hauptausstellungshalle und den Feinheiten der architektonischen Form hergestellt." Das Ergebnis ist eine Struktur, die jedes Gefühl von monotoner Formalität vermeidet.
Ein langes und schmales Fenster in der Ausstellungshalle gibt den Blick auf die umliegende Landschaft frei, und die außergewöhnlich hohen Decken sorgen für ein Gefühl der Dramatik. "Die visuelle Sprache der 'fließenden Flüsse' definiert den räumlichen Ausdruck der Hauptausstellungshalle und die vertikale Struktur des gesamten Gebäudes", erklärt der Architekt. Auskragende Plattformen auf jeder Etage bieten unterschiedliche Perspektiven auf die Liangjiang New Area. Für die Stabilität der Auskragungen, von denen die längste 12 Meter misst, werden 1,5 Meter hohe Stahlträger und Stützbalken verwendet.
Die Fassade des Planning Exhibition Center besteht aus Sichtbetonplatten. Um die visuelle Wirkung der Oberflächenverkleidung zu reduzieren, erklärt der Architekt: "[Wir] haben die Oberfläche der Platten mit vertikalen Rillen und rauen Strukturen versehen, um die vertikalen Fugen zu integrieren." Durch die Einstellung der horizontalen Fugen auf eine Breite von 30 Millimetern wird der visuelle Ausdruck der Fassade verstärkt. "Die Fassadenpaneele folgen einem Standardmodul [Größe], was die Anzahl der benötigten Formen reduziert und die Konstruktionseffizienz verbessert", sagt der Architekt. "Dies hilft, die Platzierung und Größe der Öffnungen in der Fassade zu kontrollieren und eine einfache und einheitliche Textur zu schaffen." Das Experimentieren mit verschiedenen Texturmustern führte zur Verwendung eines vertikalen Rillenmusters mit 50 Millimeter breiten Abständen - der Effekt ist eine "architektonische Form mit mehr Klarheit", sagt der Architekt.
Beim Besuch des Planning Exhibition Center durchquert der Besucher zunächst einen schmalen Pfad "durch den hoch aufragenden Bambuswald", bevor er den Eingang erreicht. Über eine Brücke betritt der Besucher das Gebäude durch eine kleine Tür (nur 2,1 Meter hoch), woraufhin er von der beeindruckenden, 19 Meter hohen Ausstellungshalle begrüßt wird. Darüber hinaus führt ein 4 Meter breiter, gewundener Ausstellungsraum zu einer offenen Dachterrasse. "Das abwechselnde Gefühl von Kompression und Ausdehnung bereichert die Erfahrung des Besuchers in einem ansonsten kleinen und begrenzten Raum", sagt der Architekt.




















